20. - 22.02.2018
Düsseldorf
EMV 2018
Internationale Fachmesse und Kongress für Elektromagnetische Verträglichkeit

 
 
 

Session 3c

EMV im Kfz

Termin

Mittwoch, 21.02.2018, 11:30 - 13:00 Uhr

Chairperson

Frank Golisch

Beschreibung

11:30 Analytische Berechnung der Schirmwirkung von Karosserieblechen und Einsatz von aktiver Kompensation gegen niederfrequente Magnetfelder von HV-Leitungen in Elektrofahrzeugen
Anika Henke, Technische Universität Dortmund, Dortmund, Deutschland
In der Elektromobilität müssen durch Leistungselektronik gesteuerte hohe Ströme übertragen werden. Da die eingesetzten Schirme erst bei höheren Frequenzen wirksam werden, bilden sich im unteren Frequenzbereich entlang der Leitungen entsprechend starke magnetische Felder aus. Die Fahrzeugkarosserie kann bei entsprechender Leitungsverlegung zur Abschirmung verwendet werden. Dieser Beitrag untersucht die Schirmwirkung verschiedener Fahrzeugkarosseriematerialien auf niederfrequente Magnetfelder, die von HV-Leitungen hervorgerufen werden. Darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit Kompensationsleitungen eingesetzt werden können, um Grenzwerte in relevanten Bereichen einzuhalten.
12:00 Antennensimulationen in der Automobilindustrie für Spezialfahrzeuge
Dipl.-Ing. Melanie Rohe, Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, Kassel, Deutschland
Im Bereich Automotive gibt es zunehmend mehr kleine Helfer wie Fahrerassistenzsysteme und High-End-Navigationssysteme. Das problemlose Zusammenspiel von Geräten fordert anspruchsvollere Lösungen zur Sicherstellung der elektromagnetischen Verträglichkeit. Zwecks GPS, Überwachung und Funk sind insbesondere Spezialfahrzeuge mit immer mehr Kommunikationssystemen und Antennen ausgestattet. Diese können nur auf einem begrenzten Bauraum montiert werden. Um die Funktionalität aller Systeme zu sichern und die Kopplungen möglichst gering zu halten, muss in der Entwicklung des Gesamtfahrzeugs die optimale Auslegung der Antennen erfolgen. Mehrere Konfigurationen in der Praxis würden den zeitlichen Rahmen sprengen und sind mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Mithilfe von Simulationstools kann das Fahrzeug modelliert und die Wechselwirkungen untersucht werden. Mit diesem Verfahren können bereits während des Entwicklungsprozesses die elektromagnetischen Feldverteilungen analysiert und emv-spezifische Lösungen für die Integration von Subsystemen und die Antennenanordnungen gefunden werden.
12:30 Charakterisierung der Gleichtaktdrossel für Multi-Gig-Kommunikation in Automotive-Ethernet-Netzwerken
M.Sc. Sanaz Mortazavi, Volkswagen AG, Wolfsburg, Deutschland
Diese Arbeit stellt die Charakterisierung einer CMC dar, welche in Fahrzeugen für schnelle Kommunikationstechnologien mit Datenraten von bis zu 1000 Mbit/s eingesetzt werden soll. Die Mixed-Mode-S-Parameter sowie die CM- und DM-Impedanzen der erwähnten CMC werden präsentiert. Das De-embedding-Verfahren wird zur Unterdrückung der negativen Einflüsse der HF-Platinen eingesetzt.

Anhand von Messergebnissen wird ein HF-Ersatzschaltbild für die gemessene CMC entwickelt. Der Gleichtaktunterdrückungseffekt der CMC wird mit dem vorgeschlagenen äquivalenten Ersatzschaltbild simuliert. Die Simulationsergebnisse werden mit den Messergebnissen verglichen und die Genauigkeit des vorgeschlagenen Modells der CMC wird verifiziert.

Referenten

Frau Anika Henke
Anika Henke
Technische Universität Dortmund, Dortmund, Deutschland
Anika Henke erhielt den Abschluss B.Sc. im Fach Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Dortmund (TU Dortmund), Deutschland, im Jahr 2017. Sie studiert zurzeit an der TU Dortmund im Master Wirtschaftsingenieurwesen und im Bachelor Physik. Außerdem arbeitet sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Arbeitsgebiet Bordsysteme der TU Dortmund. Dort befasst sie sich mit der Fortführung der in ihrer Bachelorarbeit begonnenen Forschungsarbeiten zur analytischen Berechnung der Schirmwirkung von Karosserieblechen gegen niederfrequente Magnetfelder von HV-Leitungen.
M.Sc. Sanaz Mortazavi
Volkswagen AG, Wolfsburg, Deutschland
Frau Sanaz Mortazavi erhielt den B. Sc.-Abschluss in Nachrichtentechnik von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in 2010. Sie hat ihren M. Sc.-Abschluss an der TU-Berlin in 2014 mit Hochfrequenz- bzw. Mikrowellentechnik als Vertiefung absolviert.

Sie strebt derzeit die Promotion in EMV-Abteilung der Volkswagen AG an.

Ihre aktuelle Forschung umfasst die Untersuchung der elektromagnetischen Verträglichkeit von Multi-Gig-Kommunikation in Automotive-Ethernet-Netzwerken.
Frau Melanie Rohe
Dipl.-Ing. Melanie Rohe
Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, Kassel, Deutschland
Melanie Rohe studierte an der Leibniz Universität Hannover Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik. Nach dem Studium war Sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Hochschule und Leibniz Universität Hannover und bearbeitete Projekte mit den Schwerpunkten "EMV-Schutz von Verkehrsinfrastrukturen" und "Impulsabstrahlende Antennen". Seit Juli 2015 ist Frau Rohe Entwicklungsingenieurin bei Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH in Kassel im Fachbereich Elektrik und für die abschließenden EMV-Tests von taktischen und logistischen Radfahrzeugen verantwortlich.


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