20. - 22.02.2018
Düsseldorf
EMV 2018
Internationale Fachmesse und Kongress für Elektromagnetische Verträglichkeit

 
 
 

Session 5d

Energietechnik

Termin

Donnerstag, 22.02.2018, 09:00 - 10:30 Uhr

Chairperson

Prof. Dr. Stefan Tenbohlen

Beschreibung

09:00 Richtungsabhängige Störwirkung einer Windenergieanlage auf C-Band Wetterradare
M.Sc. Karsten Schubert, Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, Wilhelmshaven, Deutschland
Die passive Störwirkung von Windenergieanlagen (WEA) auf das C-Band (5,6 GHz) Wetterradar wird im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien immer mehr zu einem Problem. Dabei liegt das eigentliche Problem drin, dass die dopplerverschobenen Radarechos - bedingt durch die Umfangsgeschwindigkeit der Rotorblätter - nicht von den eigentlichen Wetterphänomenen vom Wetterradar unterscheidbar sind. Dies führt zu verfälschten Niederschlagsmessungen in der Umgebung von Windparks bei Messungen durch das Wetterradar des Deutschen Wetter Dienstes.

In diesem Beitrag wird ein experimentelles FMCW-Radar vorgestellt, welches modular aufgebaut ist und an verschiedene Messszenarien flexibel angepasst werden kann. Im Hauptfokus steht hier die richtungsabhängige messtechnische Analyse einer Windenergieanlage. Hierzu wurde mit einem mobilen Messaufbau (das experimentelle Radar wurde am Dachträger eines Fahrzeugs montiert) gezielt eine einzelne WEA aus unterschiedlichen Richtungen vermessen.

Es zeigt sich erwartungsgemäß, dass die Dopplerverschiebung des Radarechos am größten ist, wenn das Radar querab auf die WEA ausgerichtet ist (wenn sich die Flügelspitzen direkt auf das Radar zu bzw. davon weg bewegen). Bei frontaler Ausrichtung ist hingegen die Dopplerverschiebung zwar minimal aber deutlich von Null verschieden.
09:30 Einfluss von Leitungsimpedanzen auf verschiedene Verknüpfungspunktspannungen bei der Kompensation von Oberschwingungen durch Active Front-Ends
Benjamin Hoepfner, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, Deutschland
Mit dem Netzanschluss steuerbarer Wechselrichter, wie sie zur Einspeisung von regenerativen Energiequellen, in Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder Motorenantriebssystemen zum Einsatz kommen, ist es möglich, nicht nur sinusförmige Ströme in das Energieversorgungsnetz einzuspeisen oder zu entnehmen, sondern darüber hinaus Oberschwingungsströme zu generieren. Diese können genutzt werden um andere, im Netz befindliche Oberschwingungen zu negieren. Als Messgrundlage kann jedoch nur die Verknüpfungspunktspannung solcher sog. Active Front-Ends genutzt werden und somit nur indirekte kompensiert werden. Dieser Beitrag soll daher die Beeinflussung von Leitungsimpedanzen zwischen den unterschiedlichen Anschlussnehmern auf die Kompensation aufzeigen.

Referenten

Benjamin Hoepfner
Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, Deutschland
Benjamin Hoepfner beendete 2015 sein Studium der Elektrotechnik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und ist zurzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Lehrstuhl für Elektromagnetische Verträglichkeit im Bereich Power Quality tätig. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte umfassen Kompensation von Oberschwingungsströmen im Energieversorgungsnetz durch aktive Filter sowie Active Front-Ends und die Modellation von Netzkomponten unter dem Einfluss von Oberschwingen und Supraharmonics.
M.Sc. Karsten Schubert
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, Wilhelmshaven, Deutschland
B.Eng. an der Jade University of Applied Sciences, Studiengang: Kommunikations und Informationstechnik (2010)
M.Sc. an der TU-Braunschweig, Studiengang: Elektrotechnik (2012)
WiMi an der TU-Braunschweig, Institut für Hochfrequenztechnik (2013 - 2015)
WiMi an der Jade University of Applied Sciences, Arbeitsgruppe Hochfrequenztechnik/EMV (seit 2016)


zurück